Ergebnisprotokoll der Mitgliederversammlung beim Deduktionstreffen 1997

Ort: Schloß Dagstuhl

Zeit: 30.9.97, 20.00 Uhr

Protokoll: Wolfgang Reif


Tagesordnung

  1. Kurzbericht des Sprechers
  2. Naechstes Treffen
  3. Diskussion zu einem Beitrag von J. Siekmann

1. Kurzbericht des Sprechers [W. Reif]

Die Fachgruppe hat augenblicklich 843 Mitglieder. Sie ist damit eine Gruppe mittlerer Groesse (die groessten Fachgruppen haben um 1800 Mitglieder). Im Zeitraum seit der letzten Versammlung gab es zwischen 10 und 20 nationale und internationale Workshops und Tagungen zum Thema Deduktion. Viele Mitglieder der Fachgruppe haben sich regelmaessig in den Arbeitsgruppen des DFG Schwerpunktprogramms Deduktion ca. alle 6 Monate getroffen. Die deutsche 'Deduktion' ist im Augenblick sehr aktiv. Zusaetzliche Veranstaltungen der Fachgruppe waren daher obsolet. Ein gewisser Negativposten in der Bilanz ist der Ausfall des Deduktionstreffens 1996 in Dresden. Es war geplant, das Treffen back-to-back mit der KI-Tagung zu organisieren. Die erhoffte Synergie ist ausgeblieben. Es haben sich weder genuegend Teilnehmer der KI-Tagung zum Deduktionstreffen angemeldet, noch wollten hinreichend viele Nicht-KI-Teilnehmer extra nach Dresden zum Deduktionstreffen fahren. Mangels Masse wurde das Treffen erstmals seit ueber 10 Jahren abgesagt. Damit die Deduktion aber dennoch zu ihrem Recht kommt, wurde kurzfristig ein Workshop Deduktion ins Workshopprogramm der KI aufgenommen (mit 11 Vortraegen und ca. 40 Teilnehmern aus der KI-Gemeinde).

2. Naechstes Treffen

Das naechste Treffen findet an der TU Muenchen in der Woche vom 5. - 9. Oktober 1998 statt (nach dem Oktoberfest). Veranstalter sind Reinhold Letz und Tobias Nipkow. Herzlichen Dank fuer die Bereitschaft. Es werden schwerpunktmaessig die Muenchner Deduktionsgruppen vorgestellt. Es sind jedoch wie immer auch eine Reihe 'externer' Beitraege vorgesehen. Auch 1998 soll es wieder ein 'Beweiserhappening' geben (M. Kohlhase + NN). Es wurde eine Aufgabenkommission gegruendet, der jeder gerne beitreten kann. Initiale Mitglieder sind Michael Kohlhase (Saarbruecken), Ingo Dahn (Berlin), Gerhard Schellhorn (Ulm) und Bernd Fischer (Braunschweig).

Neben dem Veranstaltungsort Muenchen wurde ausfuehrlich auch die Moeglichkeit diskutiert, das Treffen als Workshop im Rahmen der KI-Tagung 1998 in Bremen zu veranstalten. Trotz einer Reihe von Gruenden struktureller und fachlicher Art fuer diese Loesung, fanden die Gruende, die fuer eine getrennte Ausrichtung sprechen, eine deutliche Mehrheit in der Mitgliederversammlung (23 Ja-Stimmen fuer Muenchen, 6 Nein-Stimmen, 7 Enthaltungen).

Einig war sich die Fachgruppe darin, die KI-98 in Bremen aktiv zu unterstuetzen. Zu diesem Zweck soll aus dem Kreis der FG 1.2.1 ein Workshop angeboten werden. Vorschlaege ueber Themen, Veranstalter etc. werden vom Sprecher bis zum 1.11.97 gesammelt und abgestimmt (reif@informatik.uni-ulm.de oder als Anregung zur Diskussion gleich auf den Fachgruppenverteiler fg121@informatik.uni-ulm.de).

3. Diskussion zu einem Beitrag von J. Siekmann

Angeregt durch ein kurzes Eroeffnungsstatement von J. Siekmann fand eine angeregte Diskussion zur Frage statt, ob fachlicher und politischer Einfluss der deutschen Deduktion noch zusammen passen. Hier einige Thesen (unvollstaendig)

- der deutsche Publikationsanteil bei der CADE (relativ hoch) steht in keinem Verhaeltnis zur Repraesentanz in den CADE-Gremien

- junge aktive Deduktionsforscher kuemmern sich nur noch um die Inhalte nicht mehr (oder zu wenig) darum, dass Stellen, Einrichtungen, Foren, Tagungen etc. geschaffen oder gepflegt werden, auf denen die Inhalte erforscht bzw. praesentiert werden koennen.

- hat ein Land eine starke Position in einem Gebiet, sollte es sich verpflichtet fuehlen, andere Laender und Gruppen zu unterstuetzen, ausgleichend taetig zu werden etc...

Dazu ist es erforderlich, ein Gebiet politisch zu planen und Funktionsstellen ernster zu nehmen.

Die allgemeine Diskussion foerderte eine Reihe von moeglichen Massnahmen zu Tage, die auf den Ebenen der Fachgruppe, der GI, aber auch auf internationaler Ebene ergriffen werden koennten.

ENDE der Sitzung 21.45 Uhr